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Besuch beim Blindenschachverein am 05.02.2026

Erstellt von Lan | | News

Die Auftaktveranstaltung im Jubiläumsjahr begann mit einem Besuch beim Blindenschachverein im Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH).

Acht interessierte Mitglieder des Barmbeker Schachklubs ließen sich alles über das Schachspielen mit Sehbehinderung erklären.

Der erste Vorsitzende des Hamburger Schachverbandes Klaus-Jürgen Herlan wohnte der Veranstaltung bei und begrüßte die Initiative, dass sehende Schachspieler Interesse für das Blindenschach zeigen und dass sehende und sehbehinderte Spieler aufeinander zugehen gemeinsam der schachlichen Beschäftigung nachgehen.

Axel Eichstedt vom Blindenverein empfing alle Interessierten Barmbeker im Raum „Elbe“, zeigte und erklärte das Steckbrett und die Schachliteratur in Braille-Schrift. An dem Abend fand auch ein Mannschaftskampf im Betriebsschach statt, zu dem langsam die Spieler eintrudelten. Im Neben Raum „Alster“ wurden drei Steckbretter aufgebaut; eine Schachuhr, wo man mit Kopfhörer die eigene und die gegnerische Spielzeit abhören kann, und eine mechanische Schachuhr mit Zeigern zum Abtasten standen nebeneinander. Auch ein kleines Schreibgerät für die Notation zog sofort alle interessierten Augen auf sich.

Die erklärte Spielpraxis im Blindenschach konnte auch direkt nebenan beim Mannschaftskampf beobachtet werden. Sonst tauschten alle sich noch über den Zugang von Sehbehinderten zu Schachliteratur, Datenbanken und Software aus. Die Fragen der Barmbeker wurden ausführlich beantwortet.

Nach dem theoretischen Input probierten die Barmbeker Spieler selbst mit geschlossenen Augen, gegeneinander - aber natürlich jede Person auf dem eigenen Steckbrett - zu spielen. Alle stellten fest, dass allein das Aufbauen der Ausgangsstellung mit geschlossenen Augen nicht einfach ist. Das Spielen später war noch schwieriger. Der Tastensinn war bei sehenden Menschen wenig geschult und häufig vergaß man, wo eine Figur hingezogen ist. Das Spiel wurde also kurz nach dem Beginn des Mittelspiels abgebrochen. Aber alle hatten Riesenspaß dabei.

Nach drei Stunden intensiver Beschäftigung mit dem Blindenschach verabschiedeten sich die Barmbeker mit einem großen Dank und einer Einladung zum Jubiläumsfest. Beide Vereine verabredeten sich, zu einem für beide passenden Zeitpunkt, einen Mannschaftskampf auszutragen. 
 

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