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Stark ersatzgeschwächt einen Mannschaftspunkt bei HSK 15 geholt

 

In der 6. Runde lässt man natürlich das 6. Brett frei, auch wenn die ersten 4 fehlen, nur einer der ersten 5 und 2 der ersten 7 dabei sind. Es war etwas in der Absprache mit Andreas schiefgegangen, sodass er nicht souverän wie bisher den halben Punkt machte, sondern wir bereits um 20 Uhr mit 0:1 zurücklagen. HSK 15 hatte aber kurzfristig ähnliche Aufstellungsschwierigkeiten wie wir – incl. der Tatsache, dass 2 Leute, die die Mannschaftsaufstellung besaßen nicht den Weg ins HSK-Heim fanden. So fingen wir unerwartet spät aber natürlich trotzdem entspannt an. Beim HSK trudelten anders als bei uns im Laufe der nächsten Dreiviertelstunde immerhin noch alle Spieler ein.

Axels Stellung an 1 sah ganz solide aus, Michael hatte bei seiner Saisonpremiere trotz akuter Schlappheit schnell einen Bauern mehr, Julians Stellung sah auch nicht schlecht aus. Ich spielte ein bisschen übermütig und das Bauernopfer sah weniger überzeugend aus als im geliebten Wolgagambit. Flo stand sehr schnell sehr gut und auch bei Philipp sah es sehr gut aus. Tiagos Partie verließ lange nicht die Remisbreite. Offenbar hatten aber alle an diesem etwas chaotischen Tag vergessen, dass man die Uhr einschalten muss, wenn beide nicht da sind. Tiago tat es nach seinem Eintreffen auch viel zu spät, so dass beide zusammen um Mitternacht noch 45 Minuten auf der Uhr hatten.

Dann begann es plötzlich zu kippen. Julian stellte eine Figur und direkt danach das Spielen ein. Und Bahlu nahm ob seiner Angeschlagenheit, nachdem er sich erkundigt hatte, dass es heute nur um Spaß haben ging, ein Remis an trotz seines Mehrbauern. Axel schaffte es durch einen zu frühen Königsmarsch Richtung Zentrum – ein paar Schwerfiguren waren noch auf dem Brett – recht direkt in den schachlichen Tod zu laufen. Plötzlich lagen wir deutlich zurück. Flo konnte zwar seine druckvolle Stellung in einen ganzen Punkt umwandeln, aber ich stand nicht so überzeugend und Tiago sah auch nicht nach Sieg aus. Mir gelang es langsam die gegnerischen Figuren schlechter zu stellen und dann wenigstens den Bauern zurückzugewinnen. Aber das Turmendspiel mit gleicher Bauernzahl war nun wirklich nicht zu gewinnen. Somit stand es 2:4. Philipp stellte den Anschluss her, indem es ihm gelang auf der 2. Reihe einzudringen und dabei sukzessive Material abzuklemmen. Tiago konnte in eher ausgeglichener Stellung insbesondere auf die extreme Zeitnot seines Gegners hoffen, der sehr froh sein konnte, dass seine Uhr mindestens eine halbe Stunde zu spät in Gang gesetzt worden war. Im 39. Zug stellte Tiagos Gegner im Springerendspiel einen Bauern ein; im 40. Zug hatte er noch eine Sekunde auf der Uhr. Nach der Zeitkontrolle erneut in langes Grübeln. Irgendwie ließ er dabei auch sportlich immer mehr nach, so dass plötzlich sein Springer und König schlecht standen und die Bauern anfällig wurden. Tiago spielte es schließlich souverän und erkämpfte damit noch einen Mannschaftspunkt. Vielen Dank nochmal an die beiden Ersatzspieler, die zusammen so viele Punkte holten wie 5,5 Spieler aus der Stammmannschaft.

Wir werden vorsichtshalber in den nächsten Runden nicht mehr die mittleren Bretter so weit aufrücken lassen, um doch ein paar Brettpunkte mehr zu holen.

In der Kategorie schnellster schwerer Patzer führe ich immer noch klar mit Zug 5. Einzig verbliebener Binärspieler ist Julian mit 3 Siegen und 2 Niederlagen. Steffen führt einige Kategorien an: meiste Siege, meiste Punkte – 4,5 aus 5 – und höchste Quote. Den höchsten DWZ-Zuwachs mit 17 hat Matthias, der mit Steffen, Sönke und Andreas immer noch ungeschlagen ist. Remiskönig ist Sönke mit 3 aus 4, vor mir mit 3 aus 5, sowie Matthias 2 aus 3 und Andreas, der mit 2 aus 2 natürlich auch die Kategorie höchste Remisquote dominiert.

Nach unten wie oben kann inzwischen nichts mehr passieren und wir können einfach Spaß haben und noch befreiter aufspielen. Wir werden sicher wieder stärker aufstellen und nicht Bretter freilassen. In dieser Saison haben wir so viele kampflos abgegeben wie vielleicht in den letzten 10 Jahren zusammen.

 


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