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Platz 3 durch Sieg ohne 3

Den Saisonabschluss konnten wir beim Nachbarverein HSK 13 mit einem 4,5:3,5 erfolgreich gestalten. Dabei traten wir wegen des Fehlens sämtlicher Spitzenbretter mit der DWZ-schwächsten Aufstellung der Saison an. Es sollten eh die beiden Spitzenbretter fehlen, aber dann musste Martin auch noch kurzfristig absagen. Roderich und Dejan erklärten sich spontan bereit und selbst Jens wäre kurzfristig eingesprungen – allerdings nicht sicher gewesen, ob er es bis 20 Uhr zum HSK geschafft hätte. So kam er uns zwei Stunden später unterstützen. Die Wahl fiel auf Roderich, weil der eh schon vor Ort war. Gibt es da etwa Absetzbewegungen zum großen Nachbarn? Auch in dieser Saison kamen wir ohne kampflose Niederlage durch die Saison.

Die Skatspieler unter uns glaubten an Folgendes: ohne 3 Spiel 4 Schneider 5. Richtig war aber ohne 3 Spiel 4 Komma 5. Flo feierte einen kampflosen Sieg, weil ein Gegner kurzfristig schwächelte. Dies glich unseren DWZ-Nachteil an den ausgespielten Brettern von 1669:1743 wohl aus.

Diesmal war es deutlich kühler als eine Woche zuvor in Runde 8, so dass die drei Schnellremisierer aus Runde 8 diesmal 2,5 Punkte machten. Stefan feierte seine Saisonpremiere, aber stieß an Brett 8 auf einen sehr starken Ersatzmann, der fast 200 DWZ-Punkte mehr hatte. Obwohl er gut spielte und sich tapfer wehrte, verlor er schließlich doch. Roderich sah sich einem noch größeren DWZ-Unterschied ausgesetzt, konnte aber bei seiner Bezirksliga-Premiere gleich einen starken halben Punkt einfahren. Hätte er bei Diagonale statt Lukas gespielt – so wie es mir vor Beginn der Begegnung eigentlich mitgeteilt worden war – und auch dort einen halben Punkt geholt, wären wir Tabellenzweiter geworden. Aber selbst dann wären wir nicht aufgestiegen. Norbert stand eher etwas schlechter, aber die Partie hatte mal wieder nicht die Remisbreite verlassen, als zu seinem wahrscheinlichsten Ergebnis kam – dem halben Punkt. Ich stand zunächst gut, spielte mit einem starken Springer gegen einen erbärmlichen Läufer, patzte aber, ließ einen einfachen Qualitätsgewinn aus und danach auch noch die gegnerischen Türme ins Spiel kommen, verlor einen Bauern und war froh, bei der Abwicklung ins Turmendspiel den gegnerischen Freibauern abräumen und danach Remis halten zu können. Axel hatte mal wieder eine unübersichtliche Stellung, die mir zunächst gar nicht so gut zu sein schien. Aber er begann plötzlich den gegnerischen König über das Feld zu jagen; alle drei Schwerfiguren leisteten dabei beeindruckende Arbeit und so fuhr er einen sehr schönen Sieg ein. Daran wie Bahlu den Sieg errang, mit dem er sich eine bis dahin hundertprozentige Remissaison ruinierte, kann ich mich leider überhaupt nicht mehr erinnern. Nur, dass es ein überzeugender Sieg war, ist bei mir hängengeblieben. Bernd stand gegen einen sehr starken Gegner zunächst sehr ordentlich, bei der Abwicklung ins Turmendspiel bekam er aber trotz eines zeitweiligen Mehrbauern Probleme. Schließlich fand er mit einem Minusbauern eine Remisschaukel; aber durch einen Tempoverlust konnte der zweite Bauer noch ins Geschehen eingreifen und den Sieg sichern. Aber da wir ja schon 4,5 Punkte hatten, war es für die Mannschaft nicht so schlimm; für Bernd hingegen schon ärgerlich, nach einer so starken Partie mal wieder mit leeren Händen dazustehen. Wenn man mal davon absieht, dass er damit seine makellose remisfreie Saison verteidigen konnte.

Damit konnte sich Bernd den Titel des einzigen und besten Binärspielers sichern – mit 3 aus 7. Irgendwie ist er gefühlt auch der Spieler mit den meisten ausgelassenen halben oder gar ganzen Punkten der Saison. Jens ist das beste Spitzenbrett mit 3 aus 7; Martin und Bernd haben jeweils 0 aus 1. Den Titel des stärksten Ersatzspielers erhält Sven mit sagenhaften 3 aus 3 plus guter Laune. Letztere brachten aber auch alle anderen Ersatzspieler, die zum Teil extrem kurzfristig einsprangen, mit. Allen sei dafür noch einmal herzlich gedankt. Gleich 3 Spieler sind ungeschlagen durch die Saison gekommen: Axel (5 aus 7), Norbert (4,5 aus 7) und Bahlu (3 aus 5)– unsere starken Mittelbretter. Jörg mit 2,5 aus 3 und Julian mit 0,5 aus 1 ließen sich auch noch zu den Ungeschlagenen zählen. Axel gewinnt diverse Kategorien: meiste Punkte, höchste Quote (wenn man Jörg wegen zu weniger Partien außen vor lässt) und höchster DWZ-Zuwachs (+43). Nur in Sachen meiste Siege (4 aus 8) und längste Siegesserie (4 am Stück) konnte Flo, solange er mit Weiß spielen durfte, Axel überflügeln. Sven gewann die Kategorie schnellster Sieg nach Zeit – in weniger als einer halben Stunde Spielzeit; aber Norbert war ihm da mit einem Dreiviertelstünder eng auf den Fersen. Im Remisbereich konnte ich wenigstens mal in die Nähe von Titeln kommen; die meisten mit 5 schafften Norbert und ich. Er benötigte dafür aber eine Partie weniger. Die höchste Remisquote weist aber trotz seines Ausrutschers in der letzten Runde Bahlu mit 4 aus 5 auf. Wobei natürlich trotz schmaler Datenbasis auch Julian mit seinen 100% bei aber nur einer Partie sich als absoluter Remisspezialist erwies.

Insgesamt kann sich unsere Saisonbilanz sehen lassen. Nur gegen den souveränen Aufsteiger verloren, 3 Unentschieden und 5 Siege, dabei die 40 Brettpunkt-Marke deutlich geknackt. In den Duellen mit den anderen 3 Spitzenmannschaften waren wir mit 3:3 zweitbeste Mannschaft. Aber HSK 11 war auch da mit 6:0 klar überlegen. Wir haben zu viele Unentschieden gegen Mannschaften von weiter unten abgegeben, um doch als Punktbester Zweiter aufsteigen zu können. Dazu fehlten uns 2 Mannschaftspunkte oder fast noch schlimmer: 1 Mannschaftspunkt und 8,5 Brettpunkte. Es war aber sowieso früh klar, dass das kaum klappen könnte. Erstens wegen der abgegebenen Punkte in den ersten 3 Runden und zweitens, weil Jörg nur das erste Drittel der Saison mitspielen konnte. Wobei wir 3 Verlustpunkte in den 3 Runde abgegeben haben, als er noch dabei war (insbesondere die ausschlaggebende Niederlage gegen HSK 12). Auf jeden Fall ist es schade, dass er uns nach Bonn verlassen hat. Mal schauen, wie wir ihn in der kommenden Saison ersetzen und ob wir ähnlich erfolgreich spielen können. Sicher ist aber, dass wir weiterhin so gut gelaunt und entspannt agieren werden wie in dieser Saison.


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