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Ohne sechs, Spiel sieben, Schneider acht – Barmbek 2 mit 3:5 bei Schachelschweinen 2

(in dieser Überschrift fehlen nur die vier und die eins. Und nach DWZ-Liste setzen die Nummern eins bis vier alle aus.)

Nachdem wir in der dritten Runde die Tabellenführung freiwillig durch Freihalten zweier Bretter abgegeben haben, konnten wir jetzt das Aufstiegsgespenst endgültig vertreiben. Durch das Aussetzen von gleich sechs Stammspielern in der 4. Runde konnten wir die Mannschaft so schwächen, dass wir erneut verlieren konnten. Die vier DWZ-Stärksten setzten aus und dann auch noch die DWZ-Nummer 6 und 7. Somit gab ich die Devise aus, schöne Partien zu spielen und Spaß zu haben, aber nicht krampfhaft auf das Mannschaftsergebnis zu schauen. Ich weiß, warum ich zwischenzeitlich vorgeschlagen hatte, dass wir die komplette vierte Mannschaft spielen lassen sollten. Nur Florian und Björn, aus eben dieser vierten, haben gewonnen. Von den Spielern der Stammmannschaft konnten nur der echte Spitzenspieler Julian und ich als potenzieller Remiskönig einen halben Punkt machen. Der Rest hat leider verloren – incl. dem reaktivierten Stefan, der lange gegen einen bärenstarken Jugendlichen ein etwas besseres Endspiel hatte und dann leider doch noch verlor. Am schnellsten war Bernd fertig, der leider deutlich weniger als eine Stunde für die Niederlage benötigte. In einer seiner Lieblingseröffnungen wurden plötzlich die schwarzen Felder ganz schwach und das kostete ihn so viel Material, dass weiterzuspielen völlig sinnlos war. Julian schaffte gegen einen stärkeren Gegnern schnell den Nachweis, dass er ein echter Spitzenspieler ist und nahm den angebotenen halben Punkt mit. Zu dem Zeitpunkt sah Axel Stellung ok, Tiagos Stellung ganz ordentlich, meine etwas problematisch, Florians vollkommen okay und Stefans wie Björns sehr ausgeglichen aus. An den schweren Patzer von Axel, der ihn relativ bald die Partie kostete, kann ich mich (zum Glück?) nicht mehr erinnern. Björn griff bei entgegengesetzten Rochaden entschieden an, sein Gegner machte lieber Damenzüge als anzugreifen. Dabei wurde die Dame auch noch fast gefangen. Somit gewann Björn schnell Material und Partie und sein Gegner sah sich auch noch der „Manöverkritik“ seiner – sympathischen und zumindest uns gegenüber wie immer absolut freundlichen– Mitspieler ausgesetzt. Als nächster verlor Stefan, obwohl er sehr lange wirklich gut gespielt hatte. Bei Tiago ging irgendwas bei entgegengesetzten Rochaden schief. Statt die eigene Bauernkette grundsolide zu schließen und das Gegenspiel am gegnerischen Königsflügel zu suchen, setzte er den Läufer als Deckungsfigur der Bauernkette ein. Die wurde aufgehebelt und der König stand sehr schnell sehr problematisch. Ich hatte mich aus dem Schlimmsten gerade rausgewunden (vorher drohte eine Freibauernkette am Damenflügel, die ich durch Gegenspiel am Königsflügel und im Zentrum knacken konnte) und bekam in immer noch schlechterer Stellung Remis angeboten. Zu dem Zeitpunkt war klar zu sehen, dass Tiago mattgesetzt werden würde. Ich wartete noch 15 Minuten ab, ob der Gegner die richtigen Züge findet und nahm dann das Remis an, als klar war, dass wir an diesem Abend eh keinen Mannschaftspunkt mehr erben würden. Florian hatte einigermaßen früh gutes Figurenspiel gegen den gegnerischen schwachen Bauern auf c5 entwickelt. Irgendwann konnte er ihn abholen – mit immer noch besser stehenden Figuren. Er wickelte schließlich in ein Turmendspiel mit zwei verbundenen Freibauern ab. Mit einer Mattdrohung konnte er den Turmtausch erzwingen – und gar noch einen Doppelbauern verursachen. Das Bauernendspiel war schnell gewonnen, so dass wir immerhin noch drei Brettpunkte beisammen hatten.

In den Einzelwertungen tut natürlich weh, dass Flo nicht einfach 9 aus 9 machen kann, weil er in der 4. gemeldet ist. Er ist immer noch der einzige, der mehr als einmal gewinnen konnte, wenn wir von Julians zweitem (kampflosen) Sieg absehen. Julian hat die beste Quote mit 2 aus 3 bzw. 3 aus 4. Tiago kann alles (Sieg, Niederlage, remis, kampflos verlieren; es fehlt eigentlich nur noch kampflos gewinnen – und kampflos remis?!) wie auch Matthias, wenn wir von kampflosen Partien absehen. Ich hingegen kann nichts – außer Remis. Und führe daher die Remiswertung mit 3 aus 3 an, gefolgt von Bernd und Julian mit 2 aus 3 bzw. 4. Axel ist der einzige in der Kategorie Binärspieler, der also ohne Remis auskommt: 3 aus 3 bei einem Sieg. Julian hat als echter Spitzenspieler den höchsten DWZ-Zuwachs (+31); schnellster Sieg immer noch mit unter einer Stunde Tiago aus der ersten Runde; schnellste Niederlage wohl Bernd aus dieser Runde – nach ähnlich kurzer Zeit.

Da es im unteren Teil der Tabelle so ausgeglichen ist, sollten wir mal wieder mit einer starken Mannschaft antreten und schnell die Mannschaftspunkt fünf und sechs machen. Eventuell werden diesmal sogar bis zu acht benötigt, um die Klasse sicher zu halten. Unser Brettpunkteverhältnis ist mit 17,5:14,5 aber auch nicht so schlecht.


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