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Hamburger SK 31 - Barmbek 5 = 3 - 1

Am Donnerstag waren wir zu Gast beim HSK. Trotz der Witterungsverhältnisse konnten alle ohne größere Probleme anreisen, sodass pünktlich gestartet werden konnte. In diesem Jahr sind mit mir zwei Newcomer im Team der 5. Mannschaft, namentlich Pascal E. und Philipp K., welche tatkräftig durch Dietrich K. und Jürgen A.-B. unterstützt werden. Der Auftakt war trotz der 1:3 Niederlage sehr turbulent, insbesondere an Brett 2, welches ich mit Schwarz spielen durfte. Dazu später mehr…

Nachdem die Eröffnungen gespielt waren und ich mich mit einem Damengambit, welches ich dankend ablehnte, auseinandersetzen durfte, war an Brett 4 von Jürgen die Partie leider schon mit einer Niederlage für uns vorbei. Der Blick nach rechts verschaffte mir zwischenzeitlich immer mal einen Überblick auf unser Brett 1, an dem Pascal die weißen Steine führte. Hier sah ich zu diesem Zeitpunkt einen Freibauern auf der 6. Reihe sowie äußerst aktives Figurenspiel, während der Gegner sehr beengt stand und zunächst das Freibauer-Problem lösen musste.

Meine Partie lief bis dahin sehr gut, ich stand aktiv und mein Gegner hat seinen Damenläufer selbst eingesperrt und zur Untätigkeit verdammt. Das verschaffte mir Gelegenheiten, am Königsflügel Druck zu machen, wobei ich leider die Chance eines Bauern- wenn nicht sogar Figurengewinns verpasst habe.

Inzwischen gab es auch eine Entscheidung an Brett 3 mit einer weiteren Niederlage für uns. Die Zeit war mittlerweile fortgeschritten und es machte sich die Besonderheit der Basisklasse bemerkbar. Sowohl an Brett 1 als auch an Brett 2 tickten nach 90 Minuten Bedenkzeit je Spieler auf einmal alle Uhren Richtung 0:00 Minuten. Da beide Partien erst bei Zug-Nummer 30-35 waren, wurden die letzten Züge bis zur rettenden 40.-Zug-Markierung schnell, aber ohne größere Fehler gespielt.

Doch auch die gewonnenen 30 Minuten vergingen rasch. Zwischenzeitlich einigten sich die Spieler an Brett 1 auf ein Remis, während ich noch weiterkämpfen durfte. Leider habe ich meine aktive Stellung geschwächt und mich entschieden, eine Verteidigungsstrategie zu fahren, obwohl eigentlich alles auf Angriff stand. Dies führte letztendlich dazu, dass ich eine Figur verlor und die Partie anschließend eigentlich gelaufen war. Da mein Gegner allerdings nur noch wenige Minuten auf der Uhr hatte, entschloss ich mich weiter zu spielen und auf einen Patzer zu hoffen. Diesen habe ich auch im 64. Zug bei ihm gesehen, als er seinen Freibauern zur Dame umwandeln ließ. Ich rief ein Patt aus, da mein König mittlerweile ganz alleine auf dem Schlachtfeld war und ich keine Zugmöglichkeit mehr sah. Mein Gegner willigte sofort mittels Handschlag ein und die Partie war vorbei. Kurz danach machte ein Kiebitz uns darauf aufmerksam, dass dies kein Patt sei, da mein König noch einen Bauern hätte schlagen können, sodass die Stellung eigentlich Matt in 1 bedeutet hätte. Da mein Gegner allerdings die Partie schon beendet hatte musste ein Schiedsrichterentscheid her. Der Schiedsrichter merkte an, dass durch den Handschlag das Patt akzeptiert wurde und dies das offizielle Ergebnis sei. Ich hoffe, dass mein Kontrahent der eigentlich gewonnenen Stellung nicht zu lange hinterhertrauert, auch wenn dies eine äußerst ärgerliche Aufgabe von einem halben Punkt darstellt. Dennoch ist das Endergebnis für den HSK mit 3:1 ein klarer Sieg, auch wenn dies nur ein geringes Trostpflaster darstellt.

Für uns hoffe ich für die kommenden Partien gegen Harburg, dass diese weniger turbulent werden, dafür aber mit einem Sieg enden.


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