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Gelungener Heimauftakt von Barmbek2 – 6,5:1,5 gegen Sasel 2

Nach dem Auftakt nach Unmaß, gelang uns jetzt fast schon ein maßloser Sieg zuhause. Der Kantersieg fiel mit 6,5:1,5 doch überraschend hoch aus. Zum einen waren wir der Devise „never change a loosing team“ gefolgt und hatten genau dieselben Bretter aufgestellt wie beim Debakel am Millerntor. Zudem hatte Sasel eine Mannschaft mit exakt denselben Meldenummern aufgestellt wie wir: 11-15, 17, 19 und 20. Etwas verspätet ging es gegen die wie immer freundlichen Saseler, die wir ja zum Teil noch sehr gut aus der Vierertournee kennen, los, weil im Parallelkampf Barmbek 3-Sasel 1 die Heimmannschaft leichte Aufstellungsunsicherheiten an den Tag legte, die noch schnell per Handy geklärt werden konnten. Ein Dank nochmal an die geduldigen und fairen Saseler!

Nur Axel, Bernd und wenig überraschend ich als potenzieller Remiskönig haben auch nach der zweiten Runde noch nicht raus, wie man ganze Punkte macht. Alle anderen konnten zumeist sogar sehr überzeugend gewinnen.

Bei Steffen war am Spitzenbrett der DWZ-Unterschied > 450 lange nicht zu erkennen. Er dauerte einige Zeit, bis er irgendwann doch noch den sich tapfer wehrenden Gerd überspielen konnte. Sönke brauchte ebenfalls relativ lange um seine nur 300 DWZ mehr zu realisieren. Aber er stand früh so gut, dass wir uns um diesen Punkt keine Sorge machen mussten. Er konnte aus vorteilhafter Stellung Material gewinnen und spielte das dann ruhig nach Hause. Matthias spielte mal wieder grundsolide und knetete mit seinem Positionsgefühl sehr hübsch den Vorteil raus. Den Gegner ließ er nicht mehr entkommen und machte so völlig verdient den ganzen Punkt. Axel hatte eine wunderbare Stellung, war aber ziemlich erschöpft und bot so seinem Gegner Remis an, kurz bevor dieser aufgeben konnte. Bei Bernds Partie lief es leider ein bisschen ähnlich. Obwohl er gut stand, ging irgendwann nicht mehr viel. Umso überzeugender war dafür Julians Sieg, der nach dem unglücklichen Debakel aus der Vorwoche umso verdienter war. Ganz schnell stand er überlegen und brachte das sehr schnell nach Hause. Ich stand ähnlich früh sehr druckvoll da – und ließ mal wieder meinen Gegner, der eigentlich kaum eine Figur bewegen konnte, entkommen und Figuren abtauschen. Am Ende konnte ich froh sein, dass es in dem verbleibenden schlechteren Turmendspiel noch einen halben Punkt für mich gab. An Flos Sieg kann ich mich nicht mehr erinnern, obwohl mir im Hinterkopf rumgeistert, dass er auch recht überzeugend vorgetragen war. Insgesamt konnten wir das Heimrecht nutzen, um das Gesamtduell der beiden Barmbeker und Saseler Mannschaften mit 9:7 zu gewinnen.

Zwischenbilanz: Die Mission Klassenerhalt nach oben und unten gehen wir grundsolide an. Wir spielen ein bisschen a la Totalitarismustheorie (TT): stark an den Rändern – dabei im Sinne einer vertikal elitären Variante der TT oben ein bisschen besser als unten. Die (bürgerliche?) Mitte wird bei uns bisher eher vernachlässigt. Die Stimmung ist auf jeden Fall gut und das Brettpunkteverhältnis sieht auch ganz okay aus. Vielleicht gelingt uns ja in der nächsten Runde bei den Nachbarn von Schachelschweinen 2 auch mal auswärts ein besserer Auftritt.


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