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Bericht SKJE 2 - Barmbek 3
Wichtiger Schritt zum Klassenerhalt – 1,5:6,5 gegen SKJE 2[kommentieren]
Nachdem wir bisher überraschend weit vorn lagen und ja nicht aufsteigen sollen, musste zu Notmaßnahmen gegriffen werden. Kühn verzichteten wir auf die beiden möglicherweise wichtigsten Spieler der Mannschaft (das Spitzenbrett und mit Norbert auch noch auf den fleißigsten Punktesammler). Der gegnerische Kapitän erklärte uns als Tabellenführer in einer launigen Begrüßungsansprache zum Favoriten – schließlich seien wir Tabellenführer. Aber als Kapitän / Prognostiker bin ich möglicherweise besser als er, auch wenn sie besser Schach spielen können. Wir bekamen eine echte Klatsche – allerdings noch etwas höher als erwartet. Hugo, der dankenswerterweise ziemlich kurzfristig aushalf, geriet gegen einen aufstrebenden Jugendlichen schnell in eine schwierige Position und konnte die Stellung bald nicht mehr verteidigen. Als Ludger mit einer Qualle für 2 Bauern fragte, ob er Remis anbieten dürfe, musste ich das ablehnen, weil es an fast allen Brettern schon ziemlich schlecht aussah. Dass Ludger relativ schnell danach eine Figur wegstellte, nehme ich selbstverständlich auf meine Kapitänskappe (also wohl doch nur guter Prognostiker und nicht guter Kapitän). Ich hatte die einzige Variante bei der Abwicklung ins Endspiel, mit der ich mit einem Mehrbauern (allerdings einem Doppelbauern) auf Sieg hätte spielen können, ausgelassen. Bald musste ich nach einigen weiteren Versuchen, irgendwie noch Vorteil herauszuspielen, einsehen, dass wirklich nichts mehr zu machen war und ich mich mit Remis einverstanden erklären musste. Zu dem Zeitpunkt sah es bei Thommi interessant aber nicht gut, bei Martin eher schwierig aber noch nicht aussichtslos, bei Julian immer schwieriger, bei Bernd verwickelt aber relativ okay und bei Andreas ziemlich schwierig aus. Als nächster fiel Julian gegen einen allerdings guten Gegner um. Während ich noch mit meinem Gegner meine Partie analysierte, kam der gegnerische Kapitän in den Nachbarraum und teilte mit, dass sie nun gewonnen hätten, weil Martin noch was eingestellt hatte. So früh am Abend und so deutlich sind wir schon lange nicht mehr besiegt worden. (Aber vielleicht lief es bisher auch einfach zu gut.) Andreas versuchte sich noch lange zäh zu verteidigen, rannte dann aber in eine schlimme Gabel (oder war es eine Fesselung – ich habe als Selbstschutz nur noch eine verschwommene Erinnerung an den Abend) und musste sofort aufgeben. Im Duell der an 1 aufgerückten 2. Bretter versuchte Thommi seine Stellung noch mit Mattdrohungen zu retten, was sein Gegner aber alles abzuwehren wusste, so dass es nun schon 0,5:6,5 hieß. In eigener Zeitnot drehte Bernd richtig auf, obwohl er doch eigentlich zu einer Fete hatte gehen wollen. Mit wildem Figurengewusel nach Eindringen von zunächst einem Springer und dann der Dame (die von Damenfang bedroht zu sein schien) in der gegnerischen Stellung konnte er so viel Alarm machen, dass der gegnerische Kapitän irgendwann nicht mehr alle Drohungen abwehren konnte, erst Material spuckte und dann noch den ganzen Punkt obendreingab. Somit sieht das Ergebnis nur nach einer Klatsche aber nicht nach einem Massaker aus.
Es war auf jeden Fall ein sehr netter Abend mit sympathischen Gegnern. So bringen Niederlagen sogar fast schon Spaß. Außerdem bleiben uns immer noch der gute Tabellenplatz und die vielen Mannschaftspunkte, die wir ja vielleicht in der kommenden Runde noch vermehren können. Wir müssen uns nun wirklich nicht über diesen „Ausrutscher“ ärgern. Es ist trotz allem eine fantastische Saison und wir kommen dem erklärten Saisonziel Klassenerhalt aus einer ganz starken Position immer näher.
Dienstag, 3. April 2012 im Basch
neue Fotos von Sebastian[kommentieren]
In der Foto Galerie sind jetzt neue Fotos hinzu gekommen. Sebastian hatte am 03. April 2 Heimspiele von Barmbek 3 und Barmbek 5 fotographiert.
Hier der direkte Link zu den Fotos:
Mannschaftskämpfe 2012 im Basch: Barmbek 5 und Barmbek 3
Ein schöner Punktgewinn für die erste Mannschaft
Erster Minuspunkt für den HSK[kommentieren]
Am Dienstag stand für uns ein schweres Match gegen HSK 8 (!) auf dem Spielplan. Das wurde uns spätestens klar, als wir die gegnerische Aufstellung sahen: An Brett 1 Philipp Balcerak mit einer DZW von round about 2300 (das hat man in der Stadtliga auch nicht alle Tage), 3 starke Jugendliche aus dem Talentschuppen des größten deutschen Schachklubs, dazu mit Andi Albers der Leiter der Schachschule Hamburg und Johann Sander, der immerhin auch Zweitliga-Erfahrung hat, wenn diese auch schon ein Weilchen zurückliegt, außerdem mit Helge Colpe und Benjamin Scharmacher zwei "Ersatzspieler", die man sich anderswo sicherlich auch gut an einem der Spitzenbretter vorstellen könnte. Kein Wunder, daß diese Combo bisher alle Matches gewonnen hatte. Wirklich eine starke Truppe, die uns da im Barmbek- Basch aufsuchte!
Wir kamen dann auch schwer ins Spiel. Schon nach ca. 2 Stunden machte der Spitzenmann der Gäste seiner Wertungszahl alle Ehre und brachte sein Team mit 1:0 in Führung. Leidtragender war Michael, der an diesem Tag die Überlegenheit seines Gegenüber neidlos anerkennen mußte. Auch an den übrigen Brettern sah es nicht berauschend aus: Ich selbst fühlte mich in meiner Stellung nicht wohl und was ich links und rechts wahrgenommen habe, hat mir auch nicht besonders gefallen.
Der Stand von 0:1 hatte bis zur Zeitkontrolle Bestand. Dann mußte André, der nach eigener Aussage wegen des kritischen Standes "Alles oder Nichts" gespielt hatte, aufgeben und kurz darauf auch Thomas K. gegen das Nachwuchstalent Julian Grötzbach, der einen starken Eindruck hinterließ. Zum Glück hatte inzwischen Ferdi seinen Gegner niederkämpfen können und somit schon mal für eine Barmbeker "Hausnummer" gesorgt.
Es ging also beim Stand von 1:3 in die Verlängerung, in der wir dann auch noch Besuch vom HSK-Präsidenten bekamen (der seinem Team aber offenbar kein Glück gebracht hat). Ich hatte inzwischen einen Bauern verloren, aber Gegenspiel bekommen, während Thomas S. zwei Minusbauern sein eigen nannte. Über Raymonds Stellung war ich auch nicht begeistert, und bei Sönke schien mir die Stellung höchst unklar zu sein.
Alle 4 Partien dauerten fast bis Mitternacht und offenbar hat sich der Kampf dann irgendwann gedreht. Davon habe ich allerdings nicht allzuviel mitbekommen, da ich inzwischen ein Endspiel erreicht hatte, in dem ich mir einbildete, vielleicht doch noch Gewinnversuche unternehmen zu können. Meinen Bauern hatte ich zurückbekommen, aber die Anzahl der Bauern war inzwischen doch arg reduziert worden.
Kurz vor Mitternacht, als ja die Entscheidungen fallen mußten, konnte dann erst Sönke und kurz darauf auch Raymond gewinnen. Und unser Käptn hatte das Unmögliche möglich gemacht, seine zwei fehlenden Bauern zurückbekommen und soll sogar, so wurde mir gesagt, noch Gewinnmöglichkeiten gehabt haben, zumal Andis Bedenkzeit fast abgelaufen war. Letztlich aber wurde diese Partie dann remis wie auch meine eigene.
4:4 also, ein Ergebnis, von dem wir lange Zeit nur träumen konnten, und am Ende wäre doch sogar noch mehr drin gewesen! Aber bei Licht betrachtet ist das glaube ich ein fetter Punktgewinn. Wir haben nun 6:6 Punkte und ein vernünftiges Brettpunktkonto, und wenn man sich die Tabellensituation in der Stadtliga B ansieht, so sollte das eigentlich schon für den Klassenerhalt reichen. Das hat dann auch unseren stets optimistischen Kapitän dazu bewogen, als neues Saisonziel den 3. Platz auszurufen. Das wird natürlich schwer und bedarf auch noch einiger Schützenhilfe, aber unmöglich ist es nicht!
Den größten Anteil an dieser doch recht komfortablen Situation hat mit Sicherheit Raymond, der nach seinem schon guten Abschneiden in der letzten Saison nun noch einen draufgesetzt hat und alle seine bisherigen 6 Partien gewinnen konnte. Dazu kann man nur sagen: Gratulation und wenn möglich weiter so!
Spielbericht Barmbek 3 - St. Pauli 6
4,5:3,5 und wie üblich temporärer Tabellenführer[kommentieren]
Weil wir uns seit Jahren gegen vermeintlich schwächere Mannschaften schwer tun und als Favoritenschreck irgendwie erfolgreicher sind, hatte ich eigentlich mit mindestens einem Punktverlust gerechnet, zumal unser 2000er-Killer Andreas nur später als Zuschauer hinzukam. Dies konnten wir in einer ausgeglichenen Begegnung letztendlich knapp verhindern. Es gibt ja viele nette Schachmannschaften in Hamburg, aber die von St. Pauli sind durchgehend besonders sympathisch. Obwohl es für sie ja um verdammt viel im Abstiegskampf und für uns um den Aufstieg geht (Wollen wir das wirklich), herrschte eine äußerst angenehme und freundliche Atmosphäre. So bringt Freizeitschach richtig Spaß. Wie auch schon in der 5. Runde gegen Volksdorf zeigte sich, dass Weiß einen Riesenvorteil bedeutet. Julian und ich konnten damit gewinnen, Bernd verlor mit Schwarz. Alle anderen Partien gingen Remis aus.
Die meisten Partien sahen lange ziemlich unklar aus. Ludger stellte in eigentlich ordentlicher Stellung seine Dame unnötig in eine Fesselung, was ihn einen Bauern kostete, den er mühsam zurückerobern konnte, aber das Turmendspiel mit gleicher Bauernzahl ging – wie die das immer zu tun pflegen – Remis aus. Norbert gingen auch früh die Ideen aus und ausnahmsweise schaffte er es mal nicht durch einfach weiterspielen den ganzen Punkt zu machen. Thommis Stellung sah nicht so berauschend aus, so dass ich ihm zur Annahme eines Remisangebots riet, auch wenn noch nicht so richtig klar war, an welchen Brettern wir außer an Julians, der das auch sicher nach Hause brachte, gewinnen würden. Gerds Stellung sah sehr ordentlich aus, irgendwie büßte er einen Bauern ein und musste sich dann sehr lange wehren. Bernd hatte eigentlich ganz gute Angriffsmöglichkeiten bei entgegengesetzten Rochaden. Irgendwie überspielte ihn aber ein fantastisch aufspielender Gegner (spielte der in Andreas-Trance?) und so ging Bernd trotz eines Freibauern auf der 2. Reihe und Mattdrohungen im gegnerischen Königsangriff unter. Martins Stellung sah relativ früh nicht mehr so schön aus, ihm fehlten immer mehr Bauern. Aber dann kam Hoffnung auf, weil er wieder das geliebte Superzentrum hatte (d- und e-Bauer als verbundene Freibauern). Damit konnte er in einer extrem scharfen Stellung, die bereits Endspielcharakter trug und voller Fallstricke war, Remis halten. Zum Schluss blieb eine Dame gegen Turm und g- und h-Bauer übrig. Eine theoretische Remisstellung, in der auch Martins bessere Zeit gar nichts nützte. Somit stand es 3:3 und Gerd verteidigte sich umsichtig mit seinem Minusbauern im Turmendspiel. Da die ja sowieso immer Remis sind, keine so beeindruckende Leistung? Ich hätte das sicher verloren. Zum Glück konnte ich nach völlig verhunzter Eröffnung genau zum richtigen Zeitpunkt f4 spielen (der Rechner schlug das 10 Züge lang vor), als es zu einer forcierten Abwicklung mit aktiver Dame und Mehrbauer gegen 2 nicht gut stehende Türme und einen im Zentrum unsicher stehenden König kam. Dies konnte ich dann auch nach Hause bringen, so dass wir mit Hängen und Würgen unser durch frühes Spielen in der Runde schon traditionelles Recht auf temporäre Tabellenführung wahrnehmen konnten.
Die Saison verläuft weiterhin unglaublich gut: Alle Spieler haben mindestens 50% geholt, vier sind noch ohne Verlustpartie. Und ausgerechnet Thommi ist Remiskönig: 5 Remis und ein Kampfloser ist deutlich mehr als erwartet. Weil Julian zwischendurch Auszeiten nimmt, ist Norbert diesmal allein überragend. Gegen SKJE müssten wir ja eigentlich wieder gut aussehen, weil die Gegner so stark sind, dass wir als krasser Außenseiter zuschlagen. Und dann würde es langsam gefährlich in Sachen Klassenerhalt. Den wünschen wir auch St. Pauli und hoffen daher, dass sie in den letzten Runden gegen die schwächeren Gegner noch genügend Punkte machen, damit wir auch in der kommenden Saison wieder so eine tolle Begegnung mit ihnen haben können.
Die Fünfte in der Kreisklasse
Verstärkung für die kommende Saison erwünscht[kommentieren]
In diesem Jahr hat der Barmbeker Schachklub eine neuformierte Mannschaft ins Rennen geschickt, die sich in der Kreisklasse B zu bewähren hat.
Da unser Team nur 7 Stammspieler hat, ist die Spielerdecke etwas zu dünn. Zum Glück aber haben sich diese 7 Leute als ausgesprochen motiviert herausgestellt, sodaß sie so gut wie immer gespielt haben. Das achte Brett wurde dann freundlicherweise von den Oldies aus der Reserveliste verwaltet (vielen Dank vor allem an Gerd Kratochwill und Dietrich Treptow). Es ist uns bisher gelungen, nur in einem einzigen Kampf ein Brett freilassen zu müssen, als ein kurzfristiger Ausfall wegen Krankheit nicht mehr zu kompensieren war.
Aus sportlicher Sicht hat sich gezeigt, daß das Team in der Lage ist, das Niveau der Kreisklasse voll mitzuhalten. Manfred Brauch hat eine 15-jährige Schachpause hinter sich und ist unter diesen Umständen am Spitzenbrett stark gefordert, hat aber inzwischen die 50%-Marke erreicht und wird sich weiter steigern können. Achim Böker bewies durch die Übernahme von Brett 2 großen Mut, denn für ihn ist es die erste Wettkampfsaison. Umso mehr haben wir uns über seinen kürzlich gegen Lurup erzielten 1. Saisonsieg gefreut. Nur unwesentlich länger ist Frank Seydel dabei, der an Brett 3 mit bisher 4 Punkten aus 6 Partien überzeugen konnte. Lars Jantzen ist der Routinier im Team und hat sich sofort bereiterklärt, das neue Team zu unterstützen und strahlt eine wohltuende Ruhe aus. Jascha Sobirey ist ein großer Kämpfer und verausgabt sich in jeder Partie voll, meistens mit Erfolg (4,5 aus 6 inklusive eines Ersatzeinsatzes bei Barmbek 4). Tiago Costa übernimmt als der Jüngste im Team schon wichtige Aufgaben als Co-Mannschaftsführer und sorgt stimmungsmäßig für eine sehr angenehme Lockerheit. Und Dietrich Krüger ist die Zuverlässigkeit in Person und mit einer solchen Begeisterung bei der Sache, daß bessere Ergebnisse bei ihm nur eine Frage der Zeit sein sollten.
Wir haben bisher 4:8 Mannschafts- und 21,5:26,5 Brettpunkte und sind zuversichtlich, daß das letzte noch ausstehende Match im Mai bei den Schachfreunden noch ein Erfolgserlebnis bringen wird. Für die kommende Saison würden wir uns über ein bis zwei nette Leute als Verstärkung sehr freuen. Dabei ist der Spaß an der Sache wesentlich wichtiger als die Spielstärke. Nicht schlecht wäre außerdem ein gewisser Ehrgeiz, sich schachlich ein wenig verbessern zu wollen.

